Top-Speaker, Inspirationen und Netzwerken – dafür steht die Planer Convention, kurz PlanCon, seit über einem Jahrzehnt. Nun hat Netzwerk Culinaria die Planerbranche erneut zum Austausch eingeladen, in eine besondere Location an stilvoll-historischem Ort: in das Grand Hotel Heiligendamm.
Rund 180 Teilnehmer reisten in das älteste Seebad an der Ostsee, um gemeinsam Lösungen zu diskutieren. Die Veranstalter um Meiko, MKN, Hupfer, Cool Compact, Viessmann und Melitta hatten ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt: drei begeisternde Keynotes, dazu fünf Workshops rund um Kochen, Kühlen, Kaffee, Logistik und Spülen, inklusive einer Weltneuheit, dazu reichlich Zeit zum Netzwerken.
Innovation für kleinste Spülräume
Der rote Faden bei nahezu allen Beiträgen: mehr Wertschöpfung und mehr Ergonomie. Dazu passte eines der Highlights der PlanCon: Meiko stellte der Öffentlichkeit erstmals seine neue Korbtransportspülmaschine vor, die Comfort R. Die Maschinenklasse wurde speziell für Räume mit knappen Flächen und gleichzeitig hohem Geschirraufkommen entwickelt. Ausgestattet mit Zollstock, Möhre und Gurke demonstrierte Meiko-Referent Rainer Suhm an der neuen Maschine anschaulich, um welche kleinen, aber bedeutenden Längen-Unterschiede es in der Spülküche geht, die am Ende Planer-relevant sind. Wichtig ist auch ein Umfeld, in dem Menschen gerne arbeiten. Thomas Hellweg, Markus Volk und Eva Gelhausen von Meiko erläuterten, worauf es ankommt, und präsentierten viele praktische Details, die zum Beispiel die tägliche Reinigung der Maschine unterstützen. Schon heute wird die neue Comfort R eingesetzt: etwa im Studierendenwerk Karlsruhe, wo sie ab Tag eins für eine Entlastung bei den 5.000 Geschirrteilen je Mittagessen sorgt und nun Engpässe aufhebt.
Perfekte Koch-Kombi: Allrounder und Spezialisten
Kochen mit 20 Jahre alten Geräten: Das klappt meist noch – irgendwie. Aber: „Die Anforderungen haben sich komplett verändert: an den Speisenplan, zur Hygiene, und das Personal ist knapper und verfügt oft über weniger Kenntnisse“, so Peter Helm, Geschäftsführer Technik bei MKN.
In einem Modellfall veranschaulichte er gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Neubauer zwei Planungsansätze für 2.000 Mittagessen. So wurde eine bestehende Küche mit 14 Gerätepositionen einer prozessorientierten Neuplanung mit nur neun Gerätepositionen gegenübergestellt. Gleichzeitig reduzierte sich der gebundene Arbeitseinsatz von sechs auf vier Mitarbeitende – bei identischer Produktionsmenge. Der Invest dafür sank um 50.000 Euro, die Anschlussleistung um über 80 Kilowatt. Entscheidend: die prozessorientierte Lösung mit einer passgenauen Kombination aus multifunktionalen Allroundern wie FlexiChef, FlexiCombi und FlexiMix sowie die modernen Spezialisten der MKN Optima – etwa mit Induktion, Fritteuse und Kochkessel.
Heißes Thema: Kühlen
Sie ist die einzige Technik der Branche, die 24/7 läuft: die Kühltechnik. Sie entscheidet bei vielen Aspekten mit, auf die es ankommt: etwa die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der gesamten Küche. „Das ist oft noch Missionsarbeit“, berichtete Andreas Glose im Workshop von Cool Compact. Gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Meyer präsentierte er wichtiges Know-how, etwa zur Hygieneausstattung, Vernetzung oder den aktuellen Vorgaben rund um Kältemittel. Letzteres ein heißes Thema, wie die Diskussionen zeigten. Es war nicht das einzige heiße Eisen. Die Entscheidung steckerfertige Geräte versus Zentralkälte oder auch die nachhaltig-wirtschaftliche Ausschreibung von Kühltechnik gaben den Workshop-Teilnehmern reichlich Stoff zum Diskutieren.
Logistik: Kleine Details – große Wirkung
Das Thema Abläufe und Schnittstellen eröffnete Logistikspezialist Hupfer unterhaltsam. Man fand sich wieder im Theater anno 1870: Auf der Bühne, stilecht im historischen Anzug, war Unternehmensgründer Julius Hupfer, der kurzerhand von seiner Werkbank ins Heute gebeamt wurde. Beim Fachsimpeln mit dem Hupfer-Kollegen aus 2026 wurde klar: Der Anspruch war von Beginn an, alles leichter und effizienter zu machen. Hupfer demonstrierte in fünf Themen-Workshops, worum es geht. Erhöhter Geschirrbruch, zu lange Warteschlangen, schmerzende Rücken, zu lange Wege oder zeitaufwändiges Suchen – es sind nur einige der Symptome von nicht optimierter Logistik. Im Workshop zur Geschirrlogistik zeigte Thomas Beyer von Hupfer Fotos mit Bergen von aufgetürmtem Schmutzgeschirr, unsortiert, auf dem Tisch vor der Spülmaschine. Keine KI-Fotos, sondern aus dem wahren Leben einer Großgastronomie mit tausenden Gästen in der Stoßzeit, mit Geschirrbruch in jährlich fünfstelliger Höhe. Sein Kommentar: „Leider kein Einzelfall.“ Und weiter: „Mehr Ordnung und Transportsicherheit bringen mobile Logistiksysteme wie die Eurobehälterwagen, die auf einer Größennorm basieren und so vieles erleichtern.“
Kaffeegenuss braucht (auch) kluge Technik
Bei Melitta Professional beeindruckten Dietmar Krämer und Clemens Schlüter mit einem in seine Einzelteile zerlegten Kaffeeautomaten. Es wurde deutlich: Hoher Kaffeegenuss mitsamt perfektem Milchschaum, beides in unzähligen Variationen für diverse Spezialitäten, basiert auch auf hochwertig-ausgetüftelter Technik.
Kühlräume: Das Gesamtkonzept entscheidet
Im Workshop von Viessmann zeigte sich: Viele einzelne Qualitäten machen ein optimales Kältesystem aus. Eine gute Sache: Baukastensysteme geben den Betreibern die stets gewünschte Flexibilität. Wichtig in der Praxis und bedeutend für den Energieverbrauch: Wärmebrücken, die immer auftreten, aber in ihrer Ausprägung am Ende ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftlichkeit sind. Die Fachleute von Viessmann zeigten, wie sie ein effizientes Management von Wärmebrücken angehen – vieles greift ineinander, ob die besondere Viessmann-Dämmung oder die Montage auf der Baustelle, um nur zwei Aspekte zu nennen.
Neue Perspektiven, starke Impulse
Für Impulse sorgten zudem verschiedene Keynote Speaker: KI-Unternehmer Julian Yogeshwar sprach über die Chancen und Veränderungen durch künstliche Intelligenz. Extremsportler Jonas Deichmann über das Verlassen der eigenen Komfortzone. ARD-Korrespondent Arthur Landwehr gab Einblicke in gesellschaftliche Entwicklungen in den USA, während Business-Kabarettist Dr. Oliver Tissot die Themen der Veranstaltung humorvoll aufgriff. Für einen besonderen Moment sorgte außerdem die Laudatio von Andreas Glose auf Netzwerk-Culinaria-Mitgründer Thomas B. Hertach.
Zum Schluss bat Moderator Andreas Wurm die beteiligten Unternehmen des Veranstalters auf die Bühne: Lars Urban (Meiko), Georg Weber (MKN), Andreas Lindauer (Cool Compact), Marc Reichling (Hupfer), Dr. Markus Thoennes (Viessmann) und Dietmar Krämer (Melitta Professional). Deren Fazit: Nichts geht über den persönlichen Austausch, ob innerhalb des Netzwerks oder mit den Fachleuten der Planerwelt. Das Netzwerk Culinaria bot einmal mehr eine exklusive Plattform für einen konstruktiven Austausch und entspannte Gespräche.
Über die PlanCon des Netzwerk Culinaria berichten wir ausführlicher im Trendkompass 10.2026
