Branchennews | 10.11.2025

Küchentechnik mit Geschichte und Zukunft

Generationenwechsel in 2025: Dr. Stefanie Scholl wird neue geschäftsführende Gesellschafterin / Foto: Scholl Apparatebau

Der Name Scholl steht in Deutschland, Europa und weltweit für einen der führenden Hersteller von professioneller Küchentechnik. Die Produkte werden aus Bad Marienberg im Herzen Deutschlands in fast 100 Länder geliefert.

Internationale Hotelketten, Betriebs-, Handels- und Systemgastronomie, Autobahnraststätten, Kitas, Cruise-Lines, Kliniken, Labore und weitere Einrichtungen profitieren von den hochwertigen Produkten des Unternehmens. Zum umfangreichen Sortiment gehören neben Warmhaltegeräten und Verkaufsanlagen auch mobile Lösungen und seit 1995 die Induktionstechnik.

Scholl ist Sponsor und Ausstatter der Olympiade der Köche, hat mehrfach den Top-Hotel Star-Award, den Küchen-Award sowie den Catering-Star gewonnen (zuletzt im Jubiläumsjahr) und wurde zwischen 2000 und 2016 achtmal mit dem ersten Platz als Superpartner des GGKA ausgezeichnet.

Anfänge eines Erfolgsunternehmens

Im Mai 1945 meldete Gustav Scholl das Unternehmen in Offenbach an und erhielt im September desselben Jahres von der amerikanischen Standortverwaltung die Genehmigung zur Unternehmensgründung. Er legte damit passend zum Start in das aufkommende Wirtschaftswunder den Grundstein für den heutigen Erfolg. Eines der ersten von ihm entwickelten Produkte war der runde Tellerwärmer mit der Modell-Nr. 2008 – zu seiner Zeit ein Klassiker.

Im Jahr 1951 zog die Firma von Offenbach nach Frankfurt am Main und spezialisierte sich auf die Produktion von Wärmetechnik für Teller, Tassen und Speisen. Die ersten Speiseausgaben für das Kernforschungszentrum Jülich sowie für Karstadt, Brenninkmeyer und TUI Hannover wurden in der Mainmetropole gefertigt und montiert.

Bad Marienberg im Westerwald ist seit 1960 der Standort des Unternehmens. Durch den Kauf eines zirka 12.000 qm großen Grundstückes wurden die optimalen Voraussetzungen für die weitere Expansion des Unternehmens geschaffen. Die Weiterentwicklung des Sortimentes und die Markenbildung waren fester Bestandteil der Strategie. 1970 tritt der Sohn des Firmengründers, Klaus P. Scholl, nach Beendigung seines Ingenieurstudiums in das väterliche Unternehmen ein und übernimmt den Betrieb als Gesellschafter im Jahr 1985. Seit 2002 ist Markus Müller ebenfalls Geschäftsführer.

Modernisierung und Investitionen in die Zukunft

2008 war ein weiter Meilenstein in der Geschichte von Scholl das neu errichtete dreigeschossige Verwaltungsgebäude, das durch ein klares Design besticht. Im März 2009 war schließlich alles bereit für den Einzug der Mitarbeiter und seitdem steht auch ein Frontcooking-Schulungsraum für regelmäßige Schulungen der Kunden jederzeit zur Verfügung.

Im Jubiläumsjahr 2025 gehört Scholl mit über 80 Mitarbeitern zu den innovativen und zukunftsorientierten Unternehmen in Deutschland. Die Kernkompetenz liegt in der Edelstahlverarbeitung. Die technische Ausstattung der Produktion war und ist immer auf dem aktuellen Stand der Technik. Im Maschinenpark wurde 1990 die erste Stanz-Nibbel-Maschine in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren wurde das Blechbearbeitungszentrum um eine Laseranlage erweitert. Weitere Investitionen in moderne Maschinen erhöhten die Fertigungsleistung und stellten die Weichen für einen optimalen Produktionsablauf. Ein Beispiel dafür ist die TruMatic 6000 fiber.

Die Geschäftsleitung mit Klaus Scholl, Margret Schilling-Scholl und Markus Müller erlebte im Jubiläumsjahr 2025 einen familiären Generationenwechsel. Klaus Scholl und Margret Schilling-Scholl wechseln in den wohlverdienten Ruhestand und Dr. Stefanie Scholl übernimmt als neue geschäftsführende Gesellschafterin die Leitung des Unternehmens. Sie wird gemeinsam mit Markus Müller, der bereits seit 2012 als Gesellschafter Geschäftsführer tätig ist, die Geschicke des Betriebs lenken. Gemeinsam möchten die beiden die Tradition des Unternehmens bewahren, gleichzeitig aber auch neue Impulse setzen. Die Geschäftsleitung vertritt weiterhin die Philosophie: „Küchentechnik von Scholl verbindet hervorragende Küche mit zufriedenen Gästen.“

Dr. Stefanie Scholl richtet den Blick in die Zukunft: „Wir sind immer nachhaltig gewachsen, müssen uns jedoch vergrößern, da wir an Kapazitätsgrenzen kommen. Wir wollen regional verbunden und wirtschaftlich weiter ein attraktiver Arbeitgeber sein – offen und transparent auf Kunden zugehen. So haben Klaus P. Scholl und Margret Schilling-Scholl die Unternehmenskultur immer gelebt. Der Familienbetrieb wird auch in der dritten Generation einer bleiben! Es ist ein großer Vorteil, eigenständig am Markt zu agieren, statt sich den Strömen globaler Player unterwerfen zu müssen. Wir können wie eine wendige, flexible Barkasse schnell agieren, statt wie ein schwerfälliger Tanker zu manövrieren. Bei allen Turbulenzen gewinnen wir immer aus eigener Kraft wieder an Fahrt und können flexibel auf den Markt reagieren. Deshalb ist unbegrenztes Wachstum nicht unser Anspruch, sondern ein gesunder Betrieb!“

www.scholl-gastro.de


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