Digitales Filtermanagement soll in der Gastronomie für mehr Transparenz, planbare Serviceeinsätze und einen reibungsloseren Betriebsalltag sorgen. Marc-Pierre Jung, Sales Manager Digital Solutions DACH bei BRITA Professional Filter, erklärt, wie vernetzte Filterlösungen funktionieren, welchen Mehrwert sie für Betriebe bieten und warum Daten zunehmend Teil des professionellen Filtermanagements werden.
Brita hat im Bereich Professional Filter erstmals eine eigene Position für digitale Filterlösungen geschaffen, die du heute verantwortest. Warum war dieser Schritt notwendig – und was hat sich am Markt so stark verändert, dass es dafür einen eigenen Manager braucht?
Wir sehen sehr deutlich, dass Digitalisierung im professionellen Filtermanagement immer wichtiger wird. Mit der Verfügbarkeit von Daten verändern sich auch Erwartungen und Arbeitsweisen: Was früher im Unterschrank leicht aus dem Blick geraten ist, lässt sich heute über das iQ Portal jederzeit standortunabhängig nachvollziehen. Brita hat die Wasserfiltration früh ins digitale Zeitalter überführt und diesen Bereich konsequent weiterentwickelt. Gleichzeitig steigt mit der Zahl installierter Filtersysteme an unterschiedlichen Standorten auch die Komplexität. Das erfordert Beratung, Expertise und klare Strukturen – und genau deshalb braucht es einen festen Ansprechpartner, der digitale Lösungen strategisch vorantreibt und eng an den Anforderungen unserer Partner ausrichtet. Dabei geht es nicht nur um Veränderungen im Markt, sondern auch um unseren Anspruch, digitale Produkte, Daten und Services gezielt weiterzuentwickeln. Mit der Einführung der BRITA iQ Technologie hat sich auch unser Arbeitsalltag verändert: Im Kundengespräch sprechen wir längst nicht mehr nur über physische Produkte, sondern ebenso über Konnektivität, Cloud-Anbindung oder vorausschauende Serviceplanung. Wir entwickeln uns vom Wasserfilter-Experten zum Berater für integrierte Lösungen in der Wasseraufbereitung. Diese Entwicklung strategisch zu steuern und zu skalieren, braucht klare Verantwortung und entsprechende Ressourcen.
Was braucht man konkret, um die Wasserfilter digital zu managen – und was passiert dann im Hintergrund?
Idealerweise beginnt es mit einem Servicepartner, der von uns auf die iQ Lösungen geschult ist. Und dann brauche ich drei entscheidende Dinge, um das Wissen umsetzen zu können. Eine unserer iQ Lösungen – also das Durchfluss-Messgerät iQ Meter oder den intelligenten PURITY C iQ Filterkopf – einen professionellen Filter und ein internetfähiges Endgerät. Über letzteres ist das iQ Portal zugänglich. Nach meiner Anmeldung im Portal kann ich dort meine iQ Lösungen registrieren. Für den Purity C iQ Filterkopf brauche ich zudem noch eine Steckdose. Dann habe ich alle Voraussetzungen um „iQ-ready“ zu sein. Im Hintergrund verbinden sich die iQ Lösungen entweder automatisch oder durch manuelle Konfiguration mit dem cloudbasierten iQ Portal und senden gemessene Verbrauchs- und Kapazitätsdaten. Somit bin ich von überall her in der Lage, alle installierten Filter im Blick zu behalten.
Warum ist digitales Filtermanagement für Betreiber, Servicepartner und Ketten heute mehr als ein „Nice-to-have“?
Weil digitales Filtermanagement heute ganz konkrete betriebliche Vorteile schafft. Betreiber und Servicepartner erhalten Transparenz über alle installierten Filtersysteme – auch über mehrere Standorte hinweg. Anstehende Filterwechsel werden frühzeitig sichtbar, Serviceeinsätze lassen sich vorausschauender planen und unnötige Schnellschüsse durch unvorhergesehene Störungsfälle vermeiden. Hinzu kommt: Das Risiko wasserbedingter Maschinenstörungen und Ausfallzeiten sinkt, während eine konstant hohe Wasser- und Getränkequalität gesichert werden kann. Gerade im Tagesgeschäft entlastet das Service- und Technikteams spürbar. Damit ist digitales Filtermanagement heute ein relevanter Baustein für Effizienz, Qualität und Betriebssicherheit.
Viele Betriebe fragen bei Neuanschaffungen natürlich nach den Kosten. Wie lässt sich das digitale Filtermanagement wirtschaftlich einordnen?
Ich würde die Frage gerne in einen größeren wirtschaftlichen Zusammenhang stellen. Gerade vor dem Hintergrund hoher Lohnkosten und knapper personeller Ressourcen ist entscheidend, wie effizient Serviceprozesse organisiert werden können. Wenn sich mit unseren iQ Lösungen unnötige Serviceeinsätze vermeiden lassen, stehen den einmaligen Investitionen langfristige Einsparungen gegenüber. Gleichzeitig profitieren Anwender von einer konstanteren Produktqualität und weniger wasserbedingten Maschinenausfällen. Das reduziert nicht nur Reparaturkosten, sondern auch mögliche Umsatzeinbußen durch nicht verfügbare Geräte – und wirkt sich damit ganz nebenbei auch positiv auf das Image des Betriebes aus. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Planbarkeit: Filterwechsel erfolgen bedarfsgerecht statt nach starren Intervallen. Das macht Abläufe effizienter, erhöht die Investitionssicherheit und hilft dabei, Ausfallzeiten sowie Folgekosten zu reduzieren. Wichtig ist zudem: Für das Portal fallen keine monatlichen Zusatzkosten an. Mit dem Kauf der iQ Lösungen sind Cloud-Nutzung und ein mehrjähriges Datenpaket bereits enthalten. Entscheidend ist aus unserer Sicht deshalb nicht die kurzfristige Mehrinvestition, sondern der langfristige Nutzen durch mehr Transparenz, bessere Planbarkeit und höhere Betriebssicherheit.
Wie digitales Filtermanagement in der Praxis funktioniert und welche Lösungen die Brita iQ Technologie für Gastronomie, Vending und Gemeinschaftsverpflegung bietet, lesen Sie hier.
